Die Abschaltung des niederländischen 2G-Netzes verläuft anders als noch vor einigen Jahren erwartet. 2G wurde noch nicht bei allen Anbietern abgeschaltet, und die zuvor genannten Stichtage wurden teilweise verschoben. Dadurch könnte der Eindruck entstehen, dass ein Austausch alter Flottenmanagementgeräte vorerst nicht notwendig ist.
Das ist jedoch eine riskante Schlussfolgerung.
Odido hat 2G bereits abgeschaltet. KPN stellt den Betrieb des alten 2G-Netzes zum 1. Dezember 2027 ein. Vodafone bietet in den Niederlanden noch 2G an, setzt bei neuen Internet-of-Things-Anwendungen jedoch ausdrücklich auf moderne Technologien wie 4G, LTE-M und NB-IoT.
Für Unternehmen mit Fahrzeugen, Maschinen oder Objekten, die noch auf ein 2G-Gerät angewiesen sind, lautet die Botschaft daher klar: Erfassen Sie jetzt Ihren Gerätebestand und planen Sie den Umstieg auf 4G, bevor die Verbindung ausfällt.
Stand: Juli 2026.
2G wurde in den 1990er Jahren eingeführt und bildete lange Zeit die Grundlage für die mobile Kommunikation. Nicht nur Telefone nutzten dieses Netz. Auch viele geschäftliche Anwendungen wurden mit einem 2G-Modem ausgestattet.
Denken Sie zum Beispiel an:
Der mobile Frequenzbereich ist begrenzt. Netzbetreiber möchten die verfügbare Kapazität zunehmend für schnellere, stabilere und energieeffizientere Netze wie 4G und 5G nutzen. Für spezifische IoT-Anwendungen stehen darüber hinaus Technologien wie LTE-M und NB-IoT zur Verfügung.
Die Aufrechterhaltung älterer Netze kostet Kapazität, Energie und Wartungsaufwand. Die Abschaltung von 2G ist daher unumkehrbar, auch wenn sich die Planung und Vorgehensweise je nach Netzbetreiber unterscheiden.
Die niederländischen Netzbetreiber verfolgen unterschiedliche Zeitpläne. Das erklärt, warum manche 2G-Geräte noch normal funktionieren, während andere bereits die Verbindung verloren haben.
Odido hat das 2G-Netz am 1. Juni 2023 vollständig abgeschaltet. Geräte, die ausschließlich über 2G kommunizieren können, funktionieren nicht mehr direkt im Mobilfunknetz von Odido.
Odido empfiehlt Unternehmen, 2G-M2M-Geräte durch Hardware zu ersetzen, die mindestens für 4G geeignet ist. Je nach Anwendungsfall können auch LTE-M und NB-IoT geeignete Alternativen sein.
KPN hat die ursprünglich geplante Abschaltung von 2G verschoben. Nach aktuellen Informationen von KPN wird das alte 2G-Netz ab dem 1. Dezember 2027 abgeschaltet.
Das verschafft Unternehmen mehr Zeit, ändert jedoch nichts an der Notwendigkeit, umzusteigen. Die zusätzliche Zeit soll vor allem Nutzern älterer Geräte die Möglichkeit geben, ihre Systeme kontrolliert zu ersetzen.
Ein Abwarten bis in die letzten Monate des Jahres 2027 erhöht das Risiko von Kapazitätsengpässen bei Lieferanten und Installationspartnern.
Vodafone nutzt in den Niederlanden noch ein 2G-Netz und hat auf der aktuellen öffentlichen niederländischen Netzwerkseite kein konkretes Enddatum veröffentlicht.
Für geschäftliche IoT-Anwendungen konzentriert sich Vodafone mittlerweile ausdrücklich auf LTE-M und NB-IoT. LTE-M wird unter anderem als geeignete Technologie für die Automobilbranche, Track & Trace, Transport und Logistik genannt.
Dass 2G heute noch verfügbar ist, bedeutet also nicht, dass Geräte, die ausschließlich über 2G kommunizieren, zukunftssicher sind. Bei Neuinvestitionen und beim Austausch ist mindestens 4G die logische Wahl.
Welche Verbindung ein Gerät nutzt, hängt nicht nur vom Markennamen auf der SIM-Karte ab. Geschäftliche und internationale IoT-SIM-Karten können mehrere Mobilfunknetze und Roaming-Partner nutzen.
Dadurch kann ein altes Gerät weiterhin über ein anderes verfügbares 2G-Netz eine Verbindung herstellen, selbst wenn der ursprüngliche Anbieter sein eigenes 2G-Netz bereits abgeschaltet hat.
Dies macht die Situation unübersichtlicher. Die Tatsache, dass ein Fahrzeug heute noch Daten überträgt, beweist lediglich, dass derzeit irgendwo eine geeignete 2G-Verbindung verfügbar ist. Es bietet keine Sicherheit für die Zukunft.
Bei der Bestandsaufnahme sollten Sie daher nicht nur den Anbieter berücksichtigen, sondern auch:
Eine Flottenmanagement-Einheit sammelt Daten aus dem Fahrzeug und übermittelt diese an die Online-Software. Verfügt die Einheit nur über ein 2G-Modem und kann kein geeignetes Netzwerk mehr finden, bricht diese Kommunikation ab.
Je nach Ihrer Konfiguration können dadurch Funktionen ausfallen, wie zum Beispiel:
Der Fahrtenschreiber selbst bleibt funktionsfähig, doch das automatische Auslesen und die Fernübertragung können unterbrochen werden, wenn diese Prozesse von der 2G-Einheit abhängig sind.
Das Risiko besteht also nicht nur darin, dass ein Punkt auf der Karte verloren geht. Ein Verbindungsausfall kann mehrere administrative und operative Prozesse gleichzeitig beeinträchtigen.
Ein weit verbreitetes Missverständnis ist, dass lediglich die SIM-Karte ausgetauscht werden muss. Die Netzwerktechnologie wird jedoch auch durch das Modem in der Einheit bestimmt.
Ein Gerät mit einem Modem, das ausschließlich 2G unterstützt, kann nicht über 4G kommunizieren. Auch nicht, wenn Sie eine moderne 4G- oder IoT-SIM-Karte einlegen.
In diesem Fall muss die Hardware ausgetauscht werden. Dabei wird geprüft:
So verhindern Sie, dass während der Migration wertvolle Funktionen oder Datenströme verloren gehen.
Rietveld liefert seit 2022 ausschließlich neue Geräte mit 4G-Konnektivität. Geräte, die vor diesem Zeitpunkt geliefert wurden, verfügen möglicherweise noch über ein 2G-Modem.
Das bedeutet nicht, dass jedes ältere Gerät automatisch ausgetauscht werden muss. Es bedeutet jedoch, dass eine Überprüfung erforderlich ist.
Anhand der Geräte-, Serien- oder IMEI-Nummer lässt sich feststellen, welche Netzwerktechnologie die Hardware unterstützt. Rietveld kann dann gemeinsam mit Ihnen ermitteln:
Solange noch Daten eingehen, erscheint ein Aufschub verlockend. Dennoch ist gerade jetzt der beste Zeitpunkt, um die Umstellung kontrolliert zu organisieren.
Ein rechtzeitiger Austausch verhindert, dass Tracking, Fahrtenbuchführung, Tachographen-Downloads oder andere Prozesse unerwartet unterbrochen werden.
Die Geräte müssen physisch aus den Fahrzeugen ausgebaut und ersetzt werden. Durch frühzeitige Planung lässt sich dies auf Wartungsarbeiten, Stillstandszeiten oder ruhige Phasen abstimmen.
Je näher ein Ausschalttermin rückt, desto größer wird die Nachfrage nach Hardware und Technikern. Ein früher Beginn verschafft mehr Spielraum bei der Planung.
Fuhrparks bestehen oft aus Fahrzeugen unterschiedlichen Alters. Manche Geräte sind bereits 4G-fähig, während andere noch mit 2G arbeiten. Eine Bestandsaufnahme verhindert unnötige Austauschmaßnahmen und unerwartete Ausfälle.
4G bietet mehr Kapazität, schnellere Datenübertragung und bessere Unterstützung für moderne Flottenmanagement-Anwendungen. Denken Sie dabei an umfangreichere Fahrzeugdaten, Software-Integrationen und Videotelematik.
Ein sorgfältiger Übergang von 2G zu 4G umfasst fünf Schritte:
Die Umstellung auf 4G ist mehr als nur der Austausch eines Geräts. Das Gerät kann Teil mehrerer Prozesse und Verknüpfungen innerhalb Ihres Unternehmens sein.
Rietveld ermittelt daher gemeinsam mit Ihnen:
Installation, Konfiguration, Überprüfung und Support werden von unseren eigenen Spezialisten übernommen. So bleibt die Kontinuität Ihres Flottenmanagements gewährleistet.
2G ist in den Niederlanden noch nicht vollständig verschwunden. Odido hat das Netz jedoch bereits abgeschaltet, KPN stellt den Betrieb zum 1. Dezember 2027 ein, und auch bei anderen Anbietern verlagert sich der Fokus auf moderne 4G- und IoT-Technologie.
Die verbleibende Verfügbarkeit von 2G ist daher kein Grund, abzuwarten. Es ist vielmehr zusätzliche Zeit, um die Umstellung gut zu organisieren.
Sind Sie sich nicht sicher, ob sich noch 2G-Geräte in Ihrem Fuhrpark befinden?
Lassen Sie Ihre aktuelle Hardware von Rietveld überprüfen und fordern Sie ein Angebot für eine schrittweise Umstellung auf 4G an.
So verhindern Sie, dass wichtige Datenströme unerwartet unterbrochen werden, und Ihre Flotte bleibt vernetzt.