Progressive Safe System: Sicher und vorschriftsmäßig mit Ihrem Lkw durch London

By Pleun Rietveld on 31.08.2026, 10:33:35

progressive-safe-system-dvs2-rietveld

Fahren Sie mit einem Lkw durch London? Dann müssen Sie sich mit dem „Direct Vision Standard“ und dem „HGV Safety Permit Scheme“ auseinandersetzen. Diese Vorschriften sollen schutzbedürftige Verkehrsteilnehmer wie Radfahrer und Fußgänger besser vor der Gefahr von Zusammenstößen im Umfeld schwerer Fahrzeuge schützen.

Für Lkw mit eingeschränkter direkter Sicht ist das Progressive Safe System vorgeschrieben, um eine gültige Sicherheitsgenehmigung beantragen zu können. Rietveld liefert hierfür eine komplette Camos-Lösung mit Kameras, intelligenter Erkennung und Warnmeldungen.

So helfen Sie dem Fahrer, gefährliche Situationen früher zu erkennen, und das Fahrzeug erfüllt nachweislich die geltenden Sicherheitsanforderungen.

Was ist der Direct Vision Standard?

Der Direct Vision Standard, kurz DVS, bewertet, wie weit ein Lkw-Fahrer direkt durch die Fenster der Fahrerkabine sehen kann. Es geht dabei also um die direkte Sicht, ohne den Einsatz von Spiegeln oder Kameras.

Auf der Grundlage der Fahrzeugkonstruktion und der Kabinenhöhe erhält der Lkw vom Hersteller eine Bewertung von null bis fünf Sternen:

  • 0 Sterne: sehr eingeschränkte direkte Sicht;
  • 1 oder 2 Sterne: eingeschränkte direkte Sicht;
  • 3 bis 5 Sterne: bessere direkte Sicht aus dem Führerhaus.

Die Sternebewertung ist an die Fahrzeugkonstruktion gebunden und kann nicht durch den nachträglichen Einbau von Kameras oder Sensoren erhöht werden. Zusätzliche Sicherheitssysteme können jedoch dafür sorgen, dass ein Fahrzeug mit einer niedrigen Bewertung dennoch für eine HGV Safety Permit in Frage kommt.

Für welche Lkw gilt DVS London?

Alle Lkw mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 12 Tonnen benötigen eine gültige HGV Safety Permit, um im Großteil von Greater London fahren zu dürfen.

Dies gilt auch für:

  • niederländische und andere ausländische Lkw;
  • Fahrzeuge, die nur gelegentlich nach London kommen;
  • Sattelzugmaschinen;
  • Kastenwagen;
  • Betonmischer und Baufahrzeuge;
  • Fahrzeuge, die in London Güter be- oder entladen.

Die Regelung gilt rund um die Uhr und an sieben Tagen in der Woche. Auch für eine einmalige Fahrt nach London muss das Fahrzeug über eine gültige Genehmigung verfügen. Die Genehmigung selbst kann kostenlos bei Transport for London beantragt werden. Informieren Sie sich bei Transport for London über die aktuellen DVS-Regeln.

Was ist das Progressive Safe System?

Das Progressive Safe System, auch PSS oder DVS2 genannt, ist der verschärfte Nachfolger des ursprünglichen Safe Systems aus dem Jahr 2019. Die alten Genehmigungen für Lkw mit null, einem oder zwei Sternen liefen am 27. Oktober 2024 aus.

Um für diese Fahrzeuge eine neue Genehmigung zu erhalten, müssen sie seitdem die Anforderungen des Progressive Safe System erfüllen. PSS geht über reine Kamerabilder hinaus. Das System muss den Fahrer aktiv dabei unterstützen, Radfahrer und Fußgänger neben und vor dem Fahrzeug zu erkennen.

Wichtige Komponenten sind:

  • Sicht auf den kritischen Bereich neben dem Fahrzeug;
  • Erkennung von ungeschützten Verkehrsteilnehmern an der Seite;
  • Erkennung vor dem Fahrzeug beim Anfahren;
  • gezielte Warnungen im Fahrerhaus;
  • eine akustische Warnung für Verkehrsteilnehmer außerhalb des Fahrzeugs;
  • visuelle Markierung des toten Winkels am Fahrzeug;
  • geeigneter Unterfahrschutz, wo dieser vorgeschrieben ist.

Welche Komponenten noch hinzugefügt werden müssen, hängt vom Fahrzeug und den bereits vorhandenen Sicherheitssystemen ab.

Warum war eine Verschärfung der Vorschriften erforderlich?

Ein herkömmliches Kamerasystem verschafft dem Fahrer zusätzliche Sicht, erfordert jedoch weiterhin, dass er oder sie im richtigen Moment auf den Monitor schaut. In einer belebten städtischen Umgebung muss ein Fahrer gleichzeitig auf Ampeln, Fahrspuren, Spiegel, Kameras, Radfahrer und Fußgänger achten.

Das Progressive Safe System ergänzt dies daher um eine aktive Erkennung. Das System hilft dabei festzustellen, ob sich tatsächlich ein ungeschützter Verkehrsteilnehmer in einem Risikobereich befindet, und warnt den Fahrer gezielt.

Diese Unterstützung ist besonders wertvoll beim:

  • dem Rechts- oder Linksabbiegen;
  • beim Anfahren aus dem Stand;
  • beim Anfahren an einer Ampel;
  • beim Manövrieren in engen Straßen;
  • beim Passieren von Radwegen;
  • Be- und Entladen im Stadtgebiet;
  • Fahren im dichten Verkehr mit vielen Radfahrern und Fußgängern.

Die Technik ersetzt nicht das Beobachtungsverhalten des Fahrers. Sie ist eine zusätzliche Sicherheitsebene, die die Aufmerksamkeit in einem kritischen Moment auf die richtige Stelle lenkt.

Das Camos Progressive Safe System-Set

AI-DVS-Set-1

Rietveld liefert ein fahrzeugspezifisches „Progressive Safe System“-Set von Camos. Diese Lösung kombiniert Kamerabilder, intelligente Erkennung und Warnungen für den Fahrer sowie für ungeschützte Verkehrsteilnehmer.

Ein wichtiger Bestandteil des Sets ist die SmartVue DobliCam. Diese intelligente Kamera vereint Sicht und Erkennung in einem Gerät. Die Kamera überwacht die kritischen Bereiche rund um das Fahrzeug und erkennt Verkehrsteilnehmer, die sich in einer festgelegten Gefahrenzone befinden.

Je nach Fahrzeugkonfiguration umfasst die Lösung:

  • Kamera- und Monitoransicht des toten Winkels;
  • Blind Spot Information System zur Erkennung neben dem Fahrzeug;
  • Moving-Off-Informationssystem zur Erkennung vor dem Fahrzeug;
  • visuelle Warnungen für den Fahrer;
  • akustische Warnungen im Fahrerhaus;
  • akustische Warnung an der Außenseite beim Abbiegen;
  • Warnmarkierung für den toten Winkel;
  • fahrzeugspezifische Verkabelung und Montageteile;
  • Konformitäts- und Einbaudokumentation.

Die genaue Zusammensetzung muss stets auf das Fahrzeug und die bereits vorhandenen Werkssysteme abgestimmt werden.

Blind Spot Information System

Das Blind Spot Information System (BSIS) überwacht den kritischen Bereich an der Seite des Lkw. Dort können sich Radfahrer und Fußgänger aufhalten, ohne dass der Fahrer sie direkt aus der Fahrerkabine sehen kann.

Das System warnt den Fahrer, wenn sich ein ungeschützter Verkehrsteilnehmer im Erfassungsbereich befindet. Wenn das Fahrzeug eine Abbiegbewegung einleitet und eine Kollisionsgefahr entsteht, wird die Warnung deutlicher.

Durch die Unterscheidung zwischen bloßer Anwesenheit und tatsächlichem Risiko wird der Fahrer gezielt gewarnt. Dies trägt dazu bei, unnötige Meldungen und eine Überflutung mit Warnungen zu vermeiden.

Moving-Off-Informationssystem

Im Stillstand kann sich ein Fußgänger oder Radfahrer direkt vor der Fahrerkabine befinden. Aufgrund der Höhe und Form des Lkw ist diese Person nicht immer direkt sichtbar.

Das Moving-Off-Informationssystem, kurz MOIS, überwacht daher den Bereich vor dem Fahrzeug. Das System informiert und warnt den Fahrer, wenn sich jemand in dieser kritischen Zone befindet, während der Lkw losfahren will.

Diese Unterstützung ist besonders wichtig an Ampeln, Fußgängerüberwegen, Ladeplätzen und stark befahrenen Stadtstraßen.

Nicht jede Erkennung muss sofort einen Alarm auslösen

Ein Sicherheitssystem muss warnen, wenn es notwendig ist, ohne den Fahrer ständig mit irrelevanten Meldungen zu belasten. Zu viele Warnungen können ablenken und dazu führen, dass Signale weniger ernst genommen werden.

Deshalb werden die Erkennungsbereiche und Warnungen auf folgende Faktoren abgestimmt:

  • die Länge und Breite des Fahrzeugs;
  • die Position der Fahrerkabine;
  • die Karosserie oder den Aufbau;
  • den Wendekreis;
  • die Position der Kameras;
  • die täglichen Verkehrssituationen;
  • Links- oder Rechtslenker.

Bei niederländischen Lkw mit Linkslenkung müssen Kameras, Erkennungs- und Warnsysteme rund um die für London relevanten Risikobereiche angebracht werden. Transport for London weist ausdrücklich darauf hin, dass auch ausländische Lkw mit Linkslenkung die DVS-Anforderungen erfüllen müssen.

Gilt die Verpflichtung auch für bereits vorhandene werkseitige Systeme?

Neuere Lkw können bereits ab Werk mit Kameras und Erkennungssystemen ausgestattet sein. In einigen Fällen erfüllen diese Einrichtungen die erforderlichen Sicherheitsfunktionen.

Transport for London weist darauf hin, dass zusätzliche Kamerasysteme möglicherweise nicht erforderlich sind, wenn das Fahrzeug bereits über gleichwertige Systeme verfügt, die den relevanten UNECE-Anforderungen entsprechen, darunter BSIS und MOIS.

Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass jeder moderne Lkw alle PSS-Anforderungen vollständig erfüllt. Es können noch Komponenten fehlen, wie zum Beispiel:

  • eine externe Abfahrtswarnung;
  • die richtige Warnmarkierung;
  • zusätzliche Kameraabdeckung;
  • fahrzeugspezifische Dokumentation;
  • Nachweis für den Genehmigungsantrag.

Lassen Sie daher im Vorfeld prüfen, was bereits vorhanden ist und welche Anpassungen noch erforderlich sind. So vermeiden Sie doppelte Systeme, überflüssige Warnungen und unnötige Investitionen.

Installation und Dokumentation sind Teil der Compliance

Es reicht nicht aus, nur die richtigen Produkte zu kaufen. Die Kameras und Erkennungssysteme müssen an der richtigen Position montiert, korrekt eingestellt und auf die Abmessungen des Fahrzeugs abgestimmt sein.

Für die Beantragung einer HGV-Sicherheitsgenehmigung muss zudem nachgewiesen werden können, dass die erforderlichen Maßnahmen vorhanden sind.

Rietveld unterstützt Sie daher während des gesamten Prozesses:

  1. Überprüfung des DVS-Sternescores und der vorhandenen Fahrzeugsysteme;
  2. Bestandsaufnahme der erforderlichen PSS-Komponenten;
  3. Zusammenstellung eines fahrzeugspezifischen Camos-Sets;
  4. professionelle Installation und Kalibrierung;
  5. Überprüfung der Funktion und der Erfassungsbereiche;
  6. Übergabe der verfügbaren Konformitäts- und Einbaudokumentation;
  7. Unterstützung bei der Zusammenstellung der Nachweise für den Genehmigungsantrag.

So erhalten Sie nicht nur ein technisches System, sondern eine vollständige und überprüfbare Lösung.

Was sind die Folgen, wenn Sie ohne Genehmigung nach London einfahren?

Transport for London kontrolliert Fahrzeuge mittels automatischer Kennzeichenerkennung. Ein Lkw, der ohne gültige HGV Safety Permit in der DVS-Zone fährt, kann mit einem Bußgeld belegt werden.

Die Geldstrafe für den Fahrzeughalter oder Betreiber kann bis zu 550 £ betragen. Bei rechtzeitiger Zahlung wird dieser Betrag in der Regel reduziert. Darüber hinaus kann eine fehlende Genehmigung zu Verzögerungen, Stillstand und Planabweichungen führen.

Überprüfen Sie daher vor jeder Fahrt:

  • ob das Fahrzeug der DVS-Pflicht unterliegt;
  • welche Sternbewertung das Fahrzeug hat;
  • ob die Genehmigung noch gültig ist;
  • ob das Fahrzeug die entsprechenden PSS-Anforderungen erfüllt;
  • ob Änderungen am Fahrzeug oder am Kennzeichen gemeldet wurden.

Auch außerhalb von London sicherer

Das Camos Progressive Safe System-Set wurde entwickelt, um die Anforderungen von DVS London zu erfüllen, doch die Sicherheitsvorteile enden nicht an der Stadtgrenze.

Risiken durch den toten Winkel treten auch in niederländischen Innenstädten, bei Distributionszentren, auf Baustellen und beim Be- und Entladen auf. Die Kombination aus Kamerabild und intelligenter Erkennung hilft Fahrern überall dabei, gefährdete Verkehrsteilnehmer früher zu erkennen.

Die Investition unterstützt somit sowohl die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften als auch eine umfassendere Sicherheitspolitik für Ihren Fuhrpark.

Gemeinsam stärken wir Ihren Fuhrpark

Müssen Ihre Lkw bald nach London? Warten Sie dann nicht bis kurz vor der Abfahrt, um den DVS-Status zu überprüfen. Unsere Spezialisten erfassen die Sternebewertung, die vorhandenen Sicherheitssysteme, die Fahrzeugausstattung und die erforderlichen Unterlagen.

Rietveld liefert, installiert und kalibriert das Camos Progressive Safe System-Set und hilft Ihnen dabei, Ihre Fahrzeuge sicher und vorschriftsmäßig vorzubereiten.

Fordern Sie eine DVS-Prüfung oder eine maßgeschneiderte Beratung an
Sehen Sie sich das „Progressive Safe System“-Set von Camos an

Gemeinsam, kompetent, zukunftsorientiert >