Das Rückwärtsfahren mit einem Lkw, Transporter oder einer Maschine erfordert ständige Aufmerksamkeit. Spiegel liefern zwar viele Informationen, zeigen aber nicht immer alles, was sich direkt hinter dem Fahrzeug befindet. Ein Pfosten, ein Radfahrer, ein Kollege oder ein anderes Fahrzeug kann dadurch aus dem Blickfeld des Fahrers geraten.
Eine gut platzierte Rückfahrkamera verringert diesen toten Winkel und verschafft dem Fahrer direkten Blick auf den Bereich hinter dem Fahrzeug. Das unterstützt sichereres und präziseres Manövrieren auf Ladeplätzen, Baustellen, in Wohngebieten und an anderen Orten, an denen Fahrzeuge und Menschen eng zusammenarbeiten.
Die richtige Lösung besteht nicht nur aus einer Kamera. Auch die Montageposition, der Bildwinkel, der Monitor, die Beleuchtung, die Verkabelung und das tägliche Arbeitsumfeld bestimmen, ob das Kamerasystem in der Praxis wirklich hilft.
Große Fahrzeuge haben aufgrund ihrer Länge, Höhe und Karosserie naturgemäß Bereiche, die der Fahrer nicht direkt einsehen kann. Insbesondere direkt hinter dem Fahrzeug kann ein erheblicher toter Winkel entstehen.
Dies birgt Risiken bei Arbeiten wie:
Eine Rückfahrkamera zeigt den Bereich hinter dem Fahrzeug auf einem Monitor in der Fahrerkabine an. Der Fahrer erhält dadurch zusätzliche visuelle Informationen, die ihm über Spiegel oder durch direkte Sicht möglicherweise fehlen.
Die Kamera ersetzt jedoch weder Spiegel noch aufmerksames Beobachten und eine sichere Arbeitsweise. Das System ist ein zusätzliches Hilfsmittel, mit dem der Fahrer die Umgebung besser einschätzen kann.
Ein geeignetes Kamerasystem kann verschiedene praktische Vorteile bieten.
Die Kamera macht sichtbar, was sich direkt hinter dem Fahrzeug befindet. Je nach gewähltem Bildwinkel kann der Fahrer sowohl den Bereich direkt vor der Stoßstange als auch einen größeren Teil der Umgebung überblicken.
Dank guter Sicht auf Objekte, Markierungen und Laderampen kann der Fahrer gezielter rückwärtsfahren. Das ist besonders an Orten wertvoll, an denen nur wenig Manövrierraum zur Verfügung steht.
Ein Pfosten, eine Mauer, ein Fahrzeug oder ein anderes Hindernis kann schnell übersehen werden. Eine bessere Sicht hilft dem Fahrer, früher zu reagieren, und kann so dazu beitragen, Schäden und Ausfälle zu vermeiden.
An Orten, an denen Fahrer, Kollegen, Besucher und Verkehrsteilnehmer in die Nähe von Fahrzeugen kommen, liefert eine Kamera zusätzliche Informationen über mögliche Risiken.
Ein Begleiter bleibt in manchen Situationen zwar notwendig, doch eine Kamera kann verhindern, dass bei jedem einfachen Manöver jemand hinter dem Fahrzeug stehen muss. Die Unternehmensrichtlinien und die Risikobewertung sind dabei stets maßgebend.
Eine Rückfahrkamera kann an nahezu jedem Nutzfahrzeug oder jeder mobilen Maschine angebracht werden. Die erforderliche Ausführung variiert jedoch je nach Fahrzeugtyp.
Rietveld liefert und installiert Kamerasysteme unter anderem für:
Eine Standardlösung kann bei einem Kastenwagen hervorragend funktionieren, ist jedoch für ein Fahrzeug mit Abrollcontainer, wechselnden Anhängern oder beweglichen Maschinenteilen ungeeignet. Daher muss die Konfiguration stets auf die Konstruktion und den Einsatzzweck des Fahrzeugs abgestimmt sein.
Die Montageposition hat großen Einfluss auf das endgültige Kamerabild. In vielen Fällen wird die Kamera so hoch wie möglich am Heck montiert. Von einer höheren Position aus kann der Fahrer einen größeren Bereich überblicken und die Entfernung zu Hindernissen besser einschätzen.
Dennoch ist die höchste Position nicht automatisch immer die beste. Bei der Platzierung muss auch Folgendes berücksichtigt werden:
Nach der Montage wird der Kamerawinkel präzise eingestellt. Der Fahrer muss nicht nur ein breites Bild erhalten, sondern vor allem den Bereich sehen, der beim Manövrieren relevant ist.
Ein breiter Blickwinkel zeigt einen großen Bereich hinter dem Fahrzeug, kann jedoch Entfernungen optisch verzerren. Ein engerer Bildwinkel liefert oft mehr Details, zeigt aber weniger von der unmittelbaren Umgebung.
Die richtige Wahl hängt vom jeweiligen Einsatzzweck ab.
Ein breiter Blickwinkel ist beispielsweise praktisch, wenn:
Ein engerer Blickwinkel ist besser geeignet, wenn:
Manchmal liefert eine Kombination aus verschiedenen Kameras das beste Ergebnis. Eine Kamera sorgt dann für den Überblick, während eine zweite Kamera einen bestimmten Sichtbereich zeigt.
Eine Kamera auf einem Baufahrzeug ist anderen Bedingungen ausgesetzt als eine Kamera auf einem Lieferwagen. Staub, Schlamm, Vibrationen, Regen und Hochdruckreinigung stellen hohe Anforderungen an das Gehäuse und die Montage.
Für solche Anwendungen kann eine Kamera mit einer hohen Schutzart, wie beispielsweise IP69K, geeignet sein. Diese Ausführung wurde für Bedingungen entwickelt, unter denen Geräte intensiv Wasser und Schmutz ausgesetzt sind.
Bei einer robusten Installation achtet Rietveld unter anderem auf:
Die Wahl einer geeigneten Kamera hängt also nicht nur von der gewünschten Bildqualität ab, sondern auch von der Umgebung, in der sie täglich funktionieren muss.
Ein Fahrer manövriert nicht immer unter idealen Lichtverhältnissen. Eine Kamera muss auch bei Gegenlicht, im Dunkeln und beim Übergang zwischen Innen- und Außenbereich brauchbare Bilder liefern.
In einem Distributionszentrum fährt ein Lkw beispielsweise aus hellem Tageslicht in eine dunkle Laderampe hinein. Eine einfache Kamera kann sich auf das Außenlicht einstellen, wodurch der Innenraum fast schwarz dargestellt wird.
Eine Kamera mit gutem Dynamikbereich kann helle und dunkle Bereiche gleichzeitig besser darstellen. Dadurch bleiben Objekte in unterschiedlichen Lichtbereichen besser erkennbar.
Dies ist besonders wichtig bei:
Für Arbeiten im Dunkeln kann eine Kamera mit Infrarotunterstützung eingesetzt werden. Damit bleibt die Umgebung auch bei wenig oder gar keinem sichtbaren Licht erkennbar.
Die Bildqualität hängt von der Kamera, der Aufstellung und den Umgebungsbedingungen ab. Staub, Regen, reflektierende Oberflächen und Verschmutzungen auf dem Objektiv können das Nachtbild beeinträchtigen. Eine regelmäßige Reinigung ist daher unerlässlich.
Die Rückfahrkamera arbeitet mit einem Monitor in der Fahrerkabine zusammen. Der Bildschirm muss gut sichtbar sein, ohne die direkte Sicht des Fahrers unnötig einzuschränken.
Bei der Auswahl eines Monitors sind folgende Punkte wichtig:
Wenn derzeit nur eine Rückfahrkamera benötigt wird, kann ein Monitor mit einem Eingang ausreichen. Dennoch kann ein Monitor mit mehreren Kameraeingängen sinnvoll sein, falls später auch eine Seiten-, Front- oder Laderaumkamera gewünscht wird.
Ein praktisches Kamerasystem schaltet automatisch auf die Rückansicht um, sobald der Fahrer den Rückwärtsgang einlegt. Der Fahrer muss dann nicht erst manuell ein Menü oder einen Kamerakanal auswählen.
Je nach Fahrzeug und Einsatzzweck lässt sich das System auch anders einstellen. So kann das Bild beispielsweise bei Fahrzeugen, bei denen die Sicht durch die Heckscheibe eingeschränkt ist, dauerhaft angezeigt werden oder bei anderen Arbeiten manuell aufgerufen werden.
Die richtige Umschaltung verhindert Ablenkungen und sorgt dafür, dass das relevante Kamerabild genau dann verfügbar ist, wenn der Fahrer es benötigt.
Rückfahrkameras sind als kabelgebundene und kabellose Lösungen erhältlich.
Eine kabelgebundene Verbindung bietet in der Regel eine stabile Bildübertragung und eignet sich für Fahrzeuge, die intensiv genutzt werden. Die Verkabelung muss sorgfältig verlegt und vor Feuchtigkeit, Hitze, scharfen Kanten und beweglichen Teilen geschützt werden.
Eine kabellose Lösung kann praktisch sein, wenn die Verlegung von Kabeln schwierig ist oder wenn sich die Fahrzeugkombinationen regelmäßig ändern. Die Leistung hängt jedoch von der Entfernung, der Bauweise, Störungen und der gewählten Ausrüstung ab.
Rietveld prüft für jedes Fahrzeug, welche Verbindungsmethode am zuverlässigsten und praktischsten ist.
Eine Rückfahrkamera konzentriert sich hauptsächlich auf den Bereich hinter dem Fahrzeug. Bei komplexen Fahrzeugen kann es auch auf der rechten Seite, an der Vorderseite oder im Bereich beweglicher Teile zu Sichtmängeln kommen.
In diesem Fall ist möglicherweise ein umfangreicheres Kamerasystem besser geeignet, zum Beispiel:
Ein 360-Grad-System kombiniert Bilder mehrerer Kameras zu einer Rundumsicht um das Fahrzeug. Dies kann auf stark frequentierten Geländen, in Innenstädten und bei Fahrzeugen mit großen oder wechselnden toten Winkeln von großem Nutzen sein.
Rietveld betrachtet daher nicht nur die Frage, wo eine Kamera montiert werden kann, sondern vor allem, welche Sichtprobleme tatsächlich gelöst werden müssen.
Eine einfache Rückfahrkamera zeigt Livebilder an, speichert diese jedoch nicht automatisch. Wenn Bildmaterial für die Unfallanalyse, die Schadensabwicklung oder das Coaching benötigt wird, ist ein Kamerasystem mit Aufzeichnungsfunktion erforderlich, die sogenannte Videotelematik.
Aufgezeichnete Bilder können helfen, im Nachhinein zu beurteilen:
Für die Aufzeichnung und Verarbeitung von Bildmaterial gelten Datenschutzbestimmungen. Das System muss daher mit einem klar definierten Zweck, angemessenen Aufbewahrungsfristen und einem kontrollierten Zugriff auf das Bildmaterial eingerichtet werden.
Die Funktionsweise eines Kamerasystems hängt stark von der Montage ab. Eine qualitativ hochwertige Kamera bringt wenig Nutzen, wenn sie falsch ausgerichtet ist, schnell verschmutzt oder aufgrund eines ungeschützten Kabels ausfällt.
Bei einer professionellen Installation wird unter anderem auf Folgendes geachtet:
Vor der endgültigen Montage kann das System separat angeschlossen und getestet werden. So lassen sich eventuelle Kompatibilitäts- oder Anschlussprobleme erkennen, bevor Kamera, Monitor und Kabel endgültig montiert werden.
Eine Rückfahrkamera muss zum Fahrzeug, zum Fahrer und zum täglichen Arbeitsumfeld passen. Rietveld ermittelt daher zunächst die Risiken und die Sichtanforderungen.
Unsere Spezialisten berücksichtigen unter anderem:
Anschließend beraten wir Sie hinsichtlich einer geeigneten Kamera, eines geeigneten Monitors und der Montageart. Unsere Monteure übernehmen die Installation, die Einstellung, den Test und die Einweisung.
So erhalten Sie keine einzelne Kamera, sondern ein Kamerasystem, das in der Praxis zu besserer Sicht und sichererem Arbeiten beiträgt.
Eine Rückfahrkamera erfordert relativ wenig Wartung, muss jedoch regelmäßig überprüft werden.
Beachten Sie bei der täglichen oder regelmäßigen Fahrzeugkontrolle Folgendes:
Nach einem Unfall, einer Reparatur oder einer Änderung an der Karosserie ist es ratsam, auch die Kameraeinstellung erneut zu überprüfen.
Möchten Sie eine Rückfahrkamera einbauen lassen oder prüfen, ob ein umfangreicheres Kamerasystem besser zu Ihrer Situation passt? Rietveld unterstützt Sie von der Beratung und Auswahl bis hin zur professionellen Montage und Betreuung.
Gemeinsam erfassen wir die toten Winkel und Arbeitsbedingungen und wählen eine Lösung aus, die zu Ihrem Fahrzeug, Ihren Arbeitsabläufen und Ihren Sicherheitsrichtlinien passt.
Lassen Sie Ihr Fahrzeug oder Ihre Maschine begutachten und lassen Sie sich hinsichtlich der richtigen Kamera, des Monitors und der Montageposition beraten.